Es ist Passepartout-Woche im Rahmenblog. ;-) Informierten wir am Dienstag über die neuen Passepartouts von Nielsen-Bainbridge, so möchte ich heute über den guten Standard von Passepartouts in Naturweiß berichten.
Rahmenexperten haben die unterschiedlichsten Ansichten, wenn es um die Gestaltung von Einrahmungen mit einem Passepartout geht. Für einen ist das Dekorative das Wichtigste. Sie muten den zu rahmenden Kunstwerken jede Art von Farb-Passepartouts zu, die zugegebenermaßen Leben in den Rahmen bringen, vielleicht auch das Wohnumfeld aufhübschen, aber die eben auch in gewisser Weise vom Bild ablenken, oder zumindest den Fokus verstellen. Sie lesen sicher bereits zwischen den Zeilen, dass wir bei Werkladenrahmen eine etwas andere Auffassung haben. Und zwar meinen wir, dass ein Passepartout Luft, Leichtigkeit und Einrahmungstransparenz geben soll, im besten Passepartoutfall den gegebenen Bildhintergrund gut passend verlängert und das dekorative Element bei der Einrahmung vorzüglich dem jeweiligen Bilderrahmen überlässt.
Und um jede Einrahmungsanforderung mit Passepartout eingestellt zu sein, halten wir bei Werkladenrahmen sicher über 100 verschiedene weißtonige Passepartoutkartons ständig vor, können darüberhinaus auch noch jederzeit auf die ganzen Sortimente der grossen Passepartouthersteller wie etwa Nielsen-Bainbridge, Crescent oder Klug zugreifen. Unsere Einrahmungskunden sind regelmäßig bass erstaunt und nicht selten hören wir Sätze wie: “Dass Sie das noch auseinanderhalten können …”

Aber bei einer gut gelungenen Einrahmung muss auch der Weißton im Passepartout genau zum Kunstwerk passen und von einem guten Einrahmungsberater muss einfach erwartet werden, dass er auch feinste Tonunterschiede beim Passepartout-Weiß wahrnimmt. Andersherum ist genau das beim Bildschirm, also etwa beim Einkauf im Bilderrahmen Onlineshop immer ein Problem: Passepartout-Zwischentöne sind hier bestenfalls zu ahnen. Ein Passepartoutkarton, der vom Weißton her irgendwo in der Mitte liegt – mit dem man also entsprechend oft richtig liegt, zum Beispiel erfahrungsgemäß auch, wenn es darum geht, etwa Zeichnungen mit verschiedentonigen Papierhintergründen mit einem einheitlichen Passepartout zu versehen – ist der MSK weiß von Nielsen-Bainbridge. Er entspricht den Anforderungen, die man an Passepartouts in Museumsqualität stellt, ist also entsprechend säurefrei und alterungsbeständig. Bei uns in der Werkladenrahmen-Einrahmungsberatung hat er die Kürzel 21913 und 21920, wobei die beiden hinteren Ziffern Auskunft geben über die jeweilige Kartondicke.

Und es gibt ihn, wie auch unser Photo zeigt, noch in weiteren Passepartoutkarton-Dicken, etwa der sehr opulenten Kartonstärke von 2,5mm. Der MSK Natur von Nielsen-Bainbridge ist ein schön glatter Natur-Passepartoutkarton, der auch im Facette-Anschnitt den gleichen Farbton zeigt wie von oben, also sehr viel Rahmenruhe gibt. Die im Foto – leider etwas verwackelt – gezeigte Passepartout-Stufung nach Dicken ist sicher eine witzige mögliche Einrahmungsvariante, gibt eine interessante Bildtiefe, nimmt jedenfalls aber auch viel Betrachteraufmerksamkeit auf sich, was aus der Sicht des Facheinrahmers gut zu begründen sein sollte.