
Alter Rahmen. Foto: Ernst Rose / pixelio.de
Wir Einrahmer bekommen natürlich regelmäßig Einrahmungen auf den Tisch, die ihre Lebenszeit hinter sich haben. Sei es, weil der Bilderrahmengeschmack sich geändert hat oder auch, weil sich für den Bilderrahmen eine Sanierung einfach nicht mehr lohnt. Dabei fällt dem Einrahmungsfachmann auf, dass Einrahmer der 50er, 60er und auch 70er Jahre durchweg tatsächlich viel Wert auf fachgerechtes Einrahmungshandwerk legten. Es gab selten einen Bilderrahmen ohne Staubschutzverklebung innen wie außen oder ohne liebevoll und präzise genagelte Bilderrahmenaufhängung. Auch für das saubere Einstiften der Bilderrahmung mittels feiner Drahtstifte nahm sich der damalige Einrahmer offenbar viel Zeit. Aquarelle etwa oder Druckgrafik wurden mit einem Nassverfahren gespannt und somit im Bilderrahmen gebändigt. Insgesamt bleibt beim nachgewachsenen Einrahmer der Eindruck: man legte großen Wert auf Ordnung – auch im Rahmen.
Heute lassen wir Einrahmer den Bildobjekten oft ihren gelegentlich unvollkommenen kompletten Bildausdruck, begradigen Bildkanten weniger mittels Passepartout, Bildspannen oder gar Bildkaschierung, lassen Grafiken, Aquarelle und Drucke im Bilderrahmen flattern. Viele Kunden haben da eine ästhetische Entwicklung mitgemacht, besonders natürlich, wenn es um zeitgenössische Kunst und deren Einrahmung geht (nichtsdestotrotz muss der gute Einrahmer in seiner Einrahmungsberatung auch in der Lage sein, den Wunsch eines Bilderrahmenkunden nach strenger Rahmenordnung ehrlich zu akzeptieren – auch beim Bilderrrahmen mag es gute Gründe für verschiedene Ansichten, Geschichten und Geschmäcker geben, das erhält die Auseinandersetzung mit dem Thema Bilderrahmen und Einrahmung lebendig). Den Rest des Beitrags lesen »

Wenn sich beim Rahmen eines Bildes die Wirkung der Rahmung auf ein Schattenspiel reduzieren soll, nimmt man idealerweise geweißte Bilderrahmen. Optimal sind hier sogar deckend geweißte Rahmen, damit das Bilderleistenholz keinerlei störende Eigenwirkung entfaltet. Der Vorteil beim Kauf eines Rahmens beim Werkladen Köln – wenn man einen Rahmen wie bei uns in der hauseigenen Bilderrahmen-Färberei fertigen lassen kann, können wir die Farbe punktgenau auf ein Passepartout, auf einen Weißton im Bild oder auf einen Kartonhintergrund abstellen. Das Ergebnis ist dann eine Einrahmung, die eine ruhige, lichte Einheit bildet.
Unsere Rahmenschreiner können die Rahmenbilderleisten in so gut wie jeder gewünschten Größe und Profilierung auf die Einrahmungssituation abstimmen. Manchem Kunden ist eine solch optisch sehr reduzierte Herangehensweise zu “langweilig”. Andererseits tut sie stillen Bilddarstellungen gut, indem sie sich auf das meist Wichtigste konzentriert: das zu rahmende Bild. Darüberhinaus lässt das Weiß als Rahmenfarbe zum Beispiel starke Aquarellfarben noch schöner strahlen.
Wichtig aber auch – der Einrahmungskunde sollte auch sein Wohnumfeld im Auge behalten und bedenken, dass solche im Grunde ateliermäßige, nüchterne Einrahmungsarten wie die mit unserer Bilderleiste “wm91 geweißt”, einem stark dekorativen, opulenten Wohnumfeld nur schwer standhalten. Hier können sie dann schon einmal wie ein Rahmen-Aschenputtel wirken.
Wie immer gilt also auch hier bei der Rahmenwahl: Es kommt ganz drauf an. :)

WM 157
WM? Doch, wir haben durchaus mitbekommen, dass die Weltmeisterschaft nun vorbei ist. WM157 heißt bei uns die abgebildete Rahmenleiste – etwa 18mm breit mit einer Rahmenrücken-Tiefe von etwa 31mm. Wm157 steht für Künstlerrahmen, für moderne Kunst, für die Einrahmung von zeitgenössischen Kunstwerken.
Diese Rahmenleiste wird meistens für die Rahmenherstellung mit Glas für Papierarbeiten, also Zeichnungen, Grafik oder auch Drucke verwendet, sei es mit Passepartout oder auch gern als Kastenrahmen mit einer eingebauten Abstandleiste. Als Bilderleiste für Gemälde – auch auf Keilrahmen – eignet sie sich wegen ihrer schönen Tiefe prinzipiell auch. Und sie ist noch viel vielfältiger. Über viele weitere Einsatzbereiche und auch über die besonderen Qualitäten von Ahorn als Rahmenholz, habe ich hier bereits noch viel mehr geschrieben.